Einleitung Genealogie

 

Genealogie habe ich zu meinem Hobby gemacht, warum?

Heimat ist das Land, in dem wir jung gewesen sind, mit allem, was dazu gehört und dafür bezeichnet ist; das Land, das wir lieben, weil wir von ihm die tiefsten, dauerhaftesten Eindrücke empfangen haben und weil es für uns verklärt ist vom Goldglanz der Jugenderinnerung. In ihr wurzelt unser volkstümliches Empfinden.

(M. Haushofer)

Heimat und Familie bilden eine Einheit. Um die Familie besser kennen zu lernen, muss man zu ihren Wurzeln vordringen. Dafür ist die Genealogie (Erforschung der Abstammungs-und Verwandtschaftsverhältnisse von Familien und sozialen Gruppen) 1) geschaffen, die ich mir zum Hobby gemacht habe.

1) Großes Universallexikon 2004, Compact-Verlag München, S. 364

Die ältesten bekannten Namensträger

Der bekannteste „Heerwagen“ wurde 1495 in Watterdingen im Hegau geboren. Nach Aussagen des Heimatforschers Alfred Gschlecht sollte er 1522 in seiner Heimatstadt die Stelle eines Kaplan antreten, was er nicht tat. Stattdessen geht er zunächst nach Straßburg und arbeitet als Drucker, wobei ihm die altsprachlichen Kenntnisse aus einem vorangegangenen Theologiestudium sicher von Vorteil sind. Später geht er nach Basel und betreibt durch Heirat eine eigene Druckerei. Seine Verdienste beim Druck protestantischer Schriften werden 1547 durch Kaiser Karl V. mit der Verleihung eines Wappenbriefes gewürdigt. Das Wappen ist auf alle Erben und Erbeserben übertragbar. Das verstärkt in mir die Meinung, dass das Wappen für Günther Heerwagen auf dem Jenaer Friedhof eine Verbindung zwischen Basel, dem Hegau und Thüringen sein muß. Datumsmäßig kann Günther Heerwagen nur ein Bruder sein, unter den Kindern des Johannes aus Basel findet sich kein Günther, was auch altersmäßig nicht stimmen könnte. Günther Heerwagen ist 1558 in Jena begraben und war 56 Jahre, demzufolge ist er 1502 geboren.

(Siehe Abb. Oben: Kopie des Wappens; die Kopie wurde vom Stadtarchiv Basel bereitgestellt).